Sanitätshunde (SanH)

Der Sanitätshund (SanH)
Du und Dein Hund seid gerne bei jedem Wetter draussen? Ihr habt Freude daran, Euch aktiv und viel in der Natur zu bewegen? Dann ist vielleicht die Ausbildung zum Sanitätshund für Euch das Richtige!

Die Arbeit als Sanitätshund setzt eine gute Kondition, Lauffreudigkeit, Ausdauer, Sucheifer, Freude an Personen sowie einen guten Appell des Hundes voraus. Diese Sportart besteht aus den Disziplinen Santitätsrevier und Unterordnung. Gearbeitet wird je nach Ausbildungsstand und Prüfungserfolgen in den Stufen SanH1, SanH2  und SanH3.

Die Sanitätshundearbeit ist insbesondere für mittlere bis grosse Hunde geeignet, ganz kleine und sehr grosse Hunde sind im Sani-Revier eher benachteiligt, obschon es auch mit diesen Hunden nicht unmöglich ist, in dieser Sparte zu arbeiten. Von Vorteil ist auf jeden Fall eine bestandene Prüfung in der Klasse BH1, bevor Ihr mit der Ausbildung zum Sanitätshund beginnt.

SanH-Revier
Der Hund wird mit einer Schabracke und einem am Halsband befestigten Bringsel ausgerüstet. Er muss innerhalb eines bestimmten Zeitraums ein unübersichtliches Gelände, normalerweise ein Waldstück, in systematischer Quersuche absuchen. Grundlinie, Mittellinie sowie die seitlichen Begrenzungen des Reviers sind markiert. In Abwesenheit von Hundeführer und Hund werden 3 liegende oder sitzende Personen sowie ein Gegenstand mit menschlicher Witterung (Rucksack oder Mantel) im Revier versteckt. Der Hundeführer schickt seinen Hund in geraden Querschlägen abwechslungsweise nach rechts und nach links auf eine Distanz von je 60 Metern, wobei der Hundeführer auf der Mittellinie bleibt. Wenn der Hund die Personen oder den Gegenstand findet, muss er das am Halsband befestigte Bringesl in den Fang nehmen und so zum Hundeführer zurückkehren, um ihm den Fund anzuzeigen.Dieser nimmt dem Hund das Bringsel ab und fordert ihn auf, ihn zur Fundstelle zu führen und dort in der Platzstellung zu verharren. Anschliessend wird dem Hund das Bringsel wieder angehängt und die Sucharbeit fortgesetzt.

Der Hund darf sich während der Revierarbeit weder durch Wild noch durch Geräusche ablenken lassen und darf sich gegenüber den Personen nicht aggressiv verhalten. Abgesehen vom Erfolg werden auch die Quersuche, Reaktion und Führigkeit, Tempo und Ausdauer sowie das Bringseln und Zeigen bewertet. Fehlverweise, das heisst wenn der Hund bringselt ohne etwas gefunden zu haben, werden mit Punkteabzug bestraft.

In den einzelnen Stufen sind die Reviergrössen folgendermassen festgelegt:

SanH1: 120×200 Meter, Zeitdauer 20 Minuten
SanH2: 120×300 Meter, Zeitdauer 25 Minuten
SanH3: 120×400 Meter, Zeitdauer 30 Minuten

Unterordnung
Die Unterordnung besteht je nach Stufe aus einer bestimmten Kombination von Gehorsamsübungen wie z.B. Freifolge, Apportieren, Sitz-, Platz- und Stehstellung je nach Schwierigkeitsstufe beim Hundeführer oder aus der Bewegung, Kriechen, Hochsprung etc.

Auf der Homepage der TKGS (Technische Kommission für das Gebrauchs- und Sporthundewesen) findest Du weitere Einzelheiten über diese Sportart. Gerne darfst Du dich natürlich für weitere Auskünfte auch an uns wenden.

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